Freitag, 25. Mai 2012

The Vue

Mittlerweile habe ich schon einiges darüber geschrieben, was man hier in Phoenix so erleben kann -  jedoch habe ich noch kein Wort darüber verloren, wo ich hause.

'The Vue on Apache' ist eine Apartmentanlage direkt neben dem Tempe Campus der ASU.

The Vue on Apache

Meine 4er WG befindet sich im neunten Stock, wo ich zur Zeit mit meinen Mitbewohnern Mat und Devin hause. Die Aussicht vom Balkon konntet ihr bereits genießen, doch wie sieht es drinnen aus? Hier ein kleiner Einblick:

1 von 2 Bädern

Mein Reich - ordentlich wie eh und je :D

Die Küche

Fernseher mit Sitzecke

Der große Balkon
Alles in allem lässt es sich hier ziemlich gut wohnen für studentische Verhältnis. Im 4. Stock befindet sich noch ein Fitnessraum, jedoch mit sehr beschränkter Geräteauswahl (aber von den wenigen verschiedenen haben sie viel :D) und ein Pool auf dem Zwischendeck inklusive Beachvolleyball-Feld. Im Erdgeschoss befindet sich auch noch eine Pizzeria, die 19'' (zoll) Pizzen anbietet - ja was soll man sagen, ein Viertel und man ist total satt. :D

Dienstag, 22. Mai 2012

Scottsdale

Am Sonntag ging es in einen weiteren Bezirk von Phoenix, Scottsdale, welcher mir von meiner Betreuerin und ihrem Ehemann gezeigt worden ist.

Es stellte sich schnell heraus, dass dies der Wohnort der etwas gehobeneren Schicht war. Die ganze Gegend war sehr grün angelegt und von Kanälen durchzogen, um ein angenehmes Klima zu schaffen. Auch die Wohnareale waren wesentlich größer als in Tempe. Vom Parkhaus eines Einkaufzentrums konnte man sich eine guten Überblick über das Gebiet verschaffen.

Eine Hotelanlage

Eine grüne 'Allee'



Des Weiteren konnte man auch einen Blick auf den Echo Canyon Park erhaschen. Dies ist ein Berg, den man hochwandern kann, um ganz Phoenix sehen zu können. Meine Betreuerin meinte jedoch, dass man dies nur tun sollte, wenn es unter 100°F sind und man sollte bereits in den frühen Morgenstunden starten, um nicht von der Hitze erschlagen zu werden.

Echo Canyon Park

Das Einkaufszentrum war riesig. Es gab gefühlte 100 Läden für Kleidung - jede Frau mit einem Sinn für Shopping wäre in diesem Zentrum aufgegangen und jeder Begleiter eingegangen :D Nichtdestotrotz, gab es, wenn auch nur wenige, Buchläden, wo ich schließlich auch fündig geworden bin.

Auf dem Heimweg sollte ein deutsche Bäckerei besucht werden. Jedoch hatte sie, wie üblich in Deutschland, am Sonntag und Montag zu. Somit muss der Besuch noch ein wenig verschoben werden. :) 

Old Heidelberg Bakery

Zu guter Letzt ging es noch in ein riesiges Einkaufszentrum für Lebensmittel, um den eigenen Kühlschrank etwas aufzustocken. Ich sag nur XXXL. Man konnte in diesem Kaufhaus alles verkosten lassen. An jeder Ecke standen Leute, die das Essen zubereitet haben - man will ja schließlich nichts falsches kaufen, was man dann im XXXL Format wegschmeißen muss. Somit gab es für mich Rind mongolischer Art, einen Muffin, gebratene Würstchen und Nachos mit Dip. Man konnte sich quasi daran satt essen. :D

Am Abend gegen 17 Uhr Ortszeit gab es noch eine partielle Sonnenfinsternis zu beobachten. Die Sonne war hier nur zu 80% bedeckt, aber man merkte deutlich, wie es sich verdunkelte.

Sonntag, 20. Mai 2012

Tempe

Nachdem ich die Arbeitswoche geschafft hatte, war es am Wochenende an der Zeit Phoenix/Tempe weiter zu erkunden.

Am Samstag ging es somit in den Tempe Marketplace, einem riesen großes Einkaufszentrum, was hier zu Lande z.B. mit dem Paunsdorf Center vergleichbar ist. 

Eingang zum Einkaufszentrum
Dort gab es auch einen Shop namens Worldmarket, wo viele Sachen aus Europa erwerbar sind - unter anderem auch andere deutsche Biersorten. Wiederum lies sich feststellen, dass die Preise für diese Produkte ziemlich hoch waren - bemerkenswert war jedoch, dass die Lindt Schokolade nur halb so teuer ist, wie in Deutschland. Das konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen :) Weiterhin fiel ins Auge, dass ca. 50% aller Shops Essbuden waren - man wusste garnicht so richtig, wo hier wirklich der Fokus liegt :)

Auf dem Heimweg bin ich dann auf der Promenade des Tempe Town Lake entlang gelaufen - dem wohl einzigen größeren Wasserreservoir hier in der Gegend. Wie ich aber erfahren habe, ist dieser künstlich angelegt worden. Am frühen Morgen kann man sogar den ein oder anderen Angler sehen.

Tempe Town Lake
Linker Hand zum See befindet sich wohl der grünste Platz in Tempe - ein Golfplatz, welcher sich einer hohen Besucherzahl erfreute.

Tempe Golfplatz
Den Abend habe ich mit meinen WG-Mitbewohnern vor dem Fernseher und bei einem kalten Bierchen verbracht. Dabei wurden die erste Pläne geschmiedet für Sightseeing Touren und Sport Events. 

Freitag, 18. Mai 2012

Mein Männertag

Ja, was soll man sagen. Der in Deutschland bekannte Männertag zu Christi Himmelfahrt ist hier nicht gängig. Die Amis haben zwar was ähnliches, aber dieser findet erst am dritten Sonntag im Juni (17.6.) statt.

Nach einem 10 h Arbeitstag beschloss ich, den Tag nicht ganz ungenutzt verstreichen zu lassen und zumindest den Sinn dieses Tages zu wahren. Zu gut deutsch, ich stand vor der Herausforderung gutes Bier - deutsches Bier - zu finden. :D  Im dritten Laden, der Spirituosen anbot, fand ich endlich etwas. Da strahlte das Herz, ein Stück Heimat genießen zu dürfen - ein Sixpack Warsteiner bzw. Becks.

Die Preise sind zwar ziemlich hoch; 6 0,5l Flaschen für 8,99$ - aber zu Ehren des Tages gönnt man sich sowas einfach mal. :) Selbst meinen amerikanischen Freunden hat es super geschmeckt und sie waren begeistert davon. ;D Als ich Ihnen jedoch erzählt hatte, was der Spass kostet, bleiben sie wohl doch lieber bei ihrem Light-Bier ;D.

Deutsches Bier!

In diesem Sinne: PROST! all denjenigen, die diesen Blog verfolgen und heute auch schon mindestens ein Bier verzehrt haben. :)


Dienstag, 15. Mai 2012

Arbeit

Wie bereits erwähnt, arbeite ich im Biodesign Institute der ASU, welches sind am Rand des Tempe Campus befindet. Die Sicherheitsstandards im Gebäude sind ziemlich hoch. Neben einem Ausweis mit Passbild wird von jedem Mitarbeiter die Retina gescannt, um den Zugang außerhalb der 'gewöhnlichen' Arbeitszeiten zu gewährleisten. Die Labore sind nochmal extra gesichert. Von Innen gibt das Gebäude wesentlich mehr her als von Außen :D

3. Etage des Biodesign Instituts - Gebäude A

Linker Hand befinden sich immer die Labore und rechts die Schreibräume und Büros. Im folgenden Bild könnt ihr meinen bescheidenen Arbeitsplatz sehen. :)

der noch saubere Arbeitsplatz ;)
 Die Labore sind riesig. Im Folgenden seht ihr meinen Arbeitsplatz im Labor. Um mal einen Eindruck von dem Ausmaß hier zu bekommen. Ein Labor umfasst 16 solcher Laborgänge mit je 4 Arbeitsplätzen und auf einer Etage befinden sich drei solcher Labore.

Mein Arbeitsplatz - noch ist er leer :D

Von meinen Platz aus in die andere Richtung fotografiert

Nachdem mein Projekt besprochen wurde, kann ich nun auch anfangen mit forschen. Mein Betreuer ist Qingke K., ein Experte auf seinem Gebiet. In meinem Projekt werde ich selbst Gene zusammenbauen und diese in Salmonella Stämme einbringen. Die Modifikation umfasst eine Änderung der Zellstruktur, um somit die Virulenz der Salmonellen abzuschwächen - in anderen Worten: sie werden harmlos. Letztendlich werden die veränderten Strukturen untersucht, ihr Einfluss im Mausmodell getestet und mit bisherigen Experimenten verglichen - Ich bin gespannt, ob alles so funktionieren wird, wie wir uns das vorstellen. Vielleicht kann ich diese modifizierten Stämme dann auch weiter testen :)

Die Leute hier sind sehr nett und greifen einem unter die Arme, wo sie nur können, damit alles läuft wie erhofft. Im heutigen Arbeitsgruppenseminar wurde ich der kompletten Arbeitsgruppe vorgestellt - puh waren das viele Leute. Wer soll sich die ganzen Namen nur merken? ^^

Montag, 14. Mai 2012

Breaking News

Wie gerade eben auch in den Nachrichten berichtet wurde, hat die Waldbrand Saison hier in Arizona begonnen. Wen wunderst bei dem Wetter, wobei ich mich frage, was hier in der Wüste wegbrennen soll. :D

Gestern habe ich mich noch gewundert, was im Osten für eine Rauchsäule aufsteigt. Heute kann man die Rocky Mountains schon garnicht mehr sehen. Die Brandherde sind jedoch knapp 70 km weg und stellen keine Gefahr dar - mal sehen, wenn die Sicht wieder besser wird :)



 

Phoenix - Zoo

Am Sonntag stand nun der Besuch im Zoo an. Vor 3 Wochen war wir erst im Leipziger Zoo und somit hatte man einen direkten Vergleich und die Erwartungen waren dementsprechend hoch. Nach einer 10 min Bahnfahrt und 20 min zu Fuß war man bereits am Ziel. Wieder mal fiel mir auf, dass ich wohl einer der wenigen Menschen bin, die sich am Mittag zu Fuß auf die Straße trauen. :D

Eingang - Zoo Phoenix

Schnell stellte sich heraus, dass es wohl bessere Zeitpunkte gibt, als am frühen Nachmittag in diesen Zoo zu gehen; wobei ich bezweifle, dass dies zu einem anderen Moment besser gewesen wäre. Die Tiere taten das, was man wohl selbst hätte tun sollen - entweder schlafen oder komplett im Schatten bleiben.

Ein schlafender amerikanischer Fuchs

Bergkatze schlafend - wen wunderts bei 42°C

Nichtdestotrotz bekam man viele Tiere zu sehen, welche man selten in Europa zu Gesicht bekommt. Seien es Pfeilgiftfrösche, exotische Affenarten oder der ein oder andere bunte Vogel - aber auch ein paar alte Bekannte war anzutreffen, die einem immer wieder ein Lächeln auf die Lippen zaubern. ;)

neugierig wie eh und je :)

Ein freilebender Ara

Neben den ganzen Tieren hatte der Zoo auch noch optisch etwas zu bieten, was wohl der heimischen Flora entspricht, solange Wasser da ist.

500 m weiter ist die Wüste - glaubt man es?

Bär - Reservoir
Letztendlich bleibt festzuhalten, dass der Zoo seine Highlights hatte. Jedoch gab es einfach zu wenige Stellen, um der Sonne entweichen zu können und nach 3 h Aufenthalt war man ziemlich ausgelaugt - nach einem frischen Ice-tea ging es aber langsam wieder aufwärts und der Heimweg konnte angetreten werden. :D

Am Abend wurde auch das erste Mal der Kochlöffel geschwungen. Wer brauch schon Fast Food? Die Frage ist nur, was macht man mit 1 kg Hühnchenbrust und 500 g SourCream bzw. wer soll das Essen? Meine amerikanischen Freunde sahen mich nur skeptisch an und antworten mir mit einem 'wir sind schon satt' auf meine Frage hin, ob sie am Essen teilhaben wollten. Naja was solls, mir hats geschmeckt - sie wissen garnicht, was ihnen entgangen ist. :D