Samstag, 21. Juli 2012

Die Mutter aller Sandstürme

Sowas soll hier nur alle paar Jahre vorkommen, was ich heute zu sehen bekommen habe - nun gut hier soll es ja auch nicht regnen, aber das hatten wir heute auch wieder :D. Nichtdestotrotz, dagegen waren die anderen Sandstürme ein Witz.

Die Ruhe vor dem Sturm - ca. 15 min bevor er da war

Eine Wand aus Sand
Es war interessant zu sehen, wie du Flugzeuge versuchten noch auszuweichen, aber die meisten flogen einfach hindurch. Der Sturm war auch ziemlich flott unterwegs. Das folgende Video habe ich gemacht, ca. 1 min bevor der Sturm auch unser Apartment erreichte.



Das ganze dauert ca. 1 h und danach war auch schon wieder Ruhe und es fing an zu regnen. Morgen gehts dann ins Kino zum neuen Batman-Streifen und danach auf eine Grillfeier.

Donnerstag, 19. Juli 2012

Party bei Roy Curtiss

Am Sonntag lud Roy Curtiss alle Leute aus dem Labor zu sich nach Hause ein. Der eigentlich Grund für diese Verantstaltung war die Verabschiedung eines Labormitgliedes. Roy wohnt im Paradise Valley in Scottsdale und als ich dort angekommen bin, wusste ich auch, warum dieser Platz so heißt - es war ein Viertel der Reichen :D


Das Haus von Roy

Der Pool darf natürlich nicht fehlen :)

Das Haus war riesig, hatte einen Pool, einen eigenen Volleyball Platz, mehrere Grillstellen und eine Aussichtsplattform auf dem Dach. Der Luxus kostete schlappe 1 Mio. $ :D

Der Camelback

Auf der Aussichtsplattform

Auf der Party gab es reichlich zu essen. Als Hauptspeiße stand geräucherter Fisch, Shrimps und Hühnchen auf dem Plan. Es war echt sehr lecker. Als Nachtisch gab es dann 7 verschiedene Torten und eine war leckerer als die andere :)  Auf der Party gab es sehr viel Bier und wenn ihr einen gut gemeinten Ratschlag haben wollt: Lasst die Finger vom chinesischen Bier!! Zum Abschluss wurde noch eine sehr emotionale Abschiedsrede von Roy gehalten und der Betroffene war zu Tränen gerührt.

Gestern ging es dann in den Comedy Club Stand-up in Scottsdale. Es war ein sehr lustiger Abend. Jeder Komiker hatte ca. 10 Minuten Zeit, die Menge zu begeistern - oder auch nicht - und dann war schon der nächste an der Reihe. Alles in allem sehr unterhaltsam. :)

Samstag, 14. Juli 2012

'Land unter' in Phoenix

Wie bereits erwähnt, scheint die Regenhäufigkeit im Juli und August ein wenig höher zu sein hier im Großraum Phoenix. Doch was heute runter kam, war schon extrem - kurz aber knackig. Glücklicherweise bin ich noch rechtzeitig aus dem Labor heimgekommen. :)






Die Straßen ähnelten kleinen Flüssen, aber das soll um diese Jahreszeit wohl normal sein. Nichtdestotrotz, die Abkühlung tut einfach richtig gut, obwohl es dadurch auch nur unnötig schwül wird.

Mittwoch, 11. Juli 2012

Unabhängigkeitstag und vieles mehr

Die Zeit vergeht wie im Flug. Nun haben wir schon fast wieder Mitte Juli und der Trip nach Page liegt schon wieder 3 Wochen zurück und ich muss sagen, dass ich ziemlich faul geworden bin, was Unternehmungen angeht. Aber es wird noch eine Menge kommen - versprochen! :)

In den letzten Wochen hat sich das Wetter hier ein wenig geändert. Auf der einen Seite ist es noch wärmer geworden, auf der anderen Seite nehmen Gewitter und Sandstürme zu. Letztere Phänomene häufen sich eher zu den späteren Abendstunden und sind somit gut vom Balkon aus zu beobachten. Es ist schon lustig anzusehen, wie so eine Sandsturmfront auf einen zukommt.

Der 4. Juli - der wohl wichtigste Tag hier im Lande - tja, was soll man sagen. Phoenix hat 0,6 Regentage und es regnet genau dort. Als neutrale Person konnte man nur sagen: Der Regen tat mal wieder gut und mein Mitbewohner fluchte, weil die Poolparty ins Wasser fiel :D - So scheiden sich die Geister. Am Abend konnte man eine Menge schöner Feuerwerke vom Balkon aus beobachten.

Am Wochenende sollte es eigentlich nach Las Vegas gehen, aber das wurde auf Anfang August verschoben. Somit habe ich noch ein wenig Zeit die hohe Kunst des Black Jacks zu studieren ;) Am nächsten Wochenende ist dafür eine Grillparty bei unserem Institutsleiter, zu der wir alle herzlich eingeladen sind - bin gespannt, wie es wird :)

Zu guter Letzt habe ich im September 3 Wochen für einen lieben Besuch und einen Roadtrip frei bekommen :). In Planung stehen die Eckpfeiler Grand Canyon, Bisbee, Los Angeles und San Francisco und alles was auf dem Weg liegt :)

Das wars erstmal von mir. Liebe Grüße nach Deutschland und auf bald!



Freitag, 29. Juni 2012

Trip nach Page (3 von 3)

Nachdem wir nun den Glen Canyon Damm hinter uns gelassen hatten, stellten wir fest, dass die Zeit schon ziemlich vorangeschritten war und es langsam an der Zeit war, den Heimweg anzutreten. Auf diesem fiel uns ein Schild auf: "Horseshoe Bend". Da wir ungefähr wussten, was auf uns zu kam, parkten wir unser Auto am Straßenrand und mussten ca. 1 km quer durch die Prärie laufen. Schon von weiten konnte man erahnen, was uns dort erwartet.

Blick auf den Horseshoe Bend
In Deutschland hätte man  zumindest ein Geländer erwartet oder ähnliches, aber hier ging es einfach 60 m steil nach unten. Manche saßen einfach an der Klippe und ließen die Beine baumeln - nunja, wer denkt, er muss das tun :D Was man jedoch zu sehen bekam, war einfach nur schön.

Colorado River

Horseshoe Bend
Das Ganze gibt es natürlich auch in bewegten Bildern :) Wer genau hinhört, kann meinen Mitbewohner hören, der einfach nur meinte: 'Oh holy shit!' :D

 

Nach diesem Erlebnis ging es nun nach Hause. Zwischendurch mussten wir nochmal halt machen, da wir gerade von einem Plateau herunter gefahren sind und die Ausläufer des Grand Canyon sehen konnte.

Ausläufer des Grand Canyon



Nach satten 5 h waren wir gegen 8 Uhr wieder zu Hause und sehnten uns einfach nur noch nach unseren Betten. Es war ein echt schöner Ausflug und machte definitiv Lust auf mehr. :)

Montag, 25. Juni 2012

Trip nach Page (2 von 3)

Zum Mittag ging es ganz klassisch zu Burger King :) Nach dem Essen stellte sich die Frage, was man sich als nächstes anschaut. Der obere Teil des Antelope Canyons war mittlerweile sehr überlaufen und somit haben wir ihn ausgelassen. Von der erhobenen Position über Page konnten wir jedoch die Anfänge des Lake Powells sehen und somit entschlossen wir uns, diesen näher zu anzugucken.

Der Lake Powell ist einer der größten Stauseen in Amerika mit einer Fläche von knapp 630 km² bei einer maximalen Ausdehnung von ca. 160 x 40 km. Bei diesem Stausee wird der Colorado River zurückgestaut und er stellt eines der wichtigsten Wasserreservoirs Arizonas dar.

Maßstabsgetreue Darstellung des Lake Powells mit Übergang zum Grand Canyon

Der Glen Canyon Staudamm wurde erst im 1963 fertiggestellt und der Lake Powell füllte sich über 17 Jahre hinweg, bis er schließlich 1980 erstmals die volle Füllhöhe erreichte. Im Besucherzentrum gab es auch mehrere Fotodokumentationen, wie dieser riesige Staudamm errichtet worden war. Es besteht die Möglichkeit, diesen Staudamm näher zu besuchen, jedoch startete die Tour bereits kurz bevor wir angekommen sind und wir wollten nicht nochmal eine Stunde warten. Somit mussten wir uns mit dem zufrieden geben, was man direkt sehen konnte. :)

Glen Canyon Dam und Lake Powell

Informationen zum See

 Auf den Weg nach Page sind uns viele Reisende mit Booten begegnet und wir haben uns stetig gefragt, was man in dieser kargen Landschaft mit einem Boot will. Die Antwort sieht man auch in den Bildern. Auf diesem See war es erlaubt Bootstouren zu unternehmen sowie zu baden.

Weiter sehr faszinierend war die Brückenkonstruktion über den Canyon kurz nach dem Staudamm. Auch hier konnte man wieder bestauen, wie sie errichtet wurde.

Glen Canyon Bridge

Informationen zur Brücke

Von der Brücke war es über spezielle Löcher im Gitter auch möglich den Flussverlauf des Colorado Rivers zu bestaunen. Die 213 m die es hierbei in die Tiefe geht, nimmt man garnicht so extrem wahr.

Colorado River
Durch den Bau des Staudammes haben sich die Wassermengen des Colorado Rivers, welche für die Entstehung dieses Canyons verantwortlich waren, stark verringert und heutzutage wirkt er eher wie ein ruhiger Fluss. Nichtdestotrotz besaß er eine interessante blau-grüne Farbe, die in Kombination mit dem rot-brauen Sandstein ein interessantes Farbenspiel darstellt.

Dies war schon sehr faszinierend, aber das, was noch kommen sollte, stellt das hier in den Schatten. :)


Sonntag, 24. Juni 2012

Trip nach Page (1 von 3)

Am Samstag war es nun soweit. Die erste größere Reise stand an. Es sollte nach Page gehen. Page liegt in der nordöstlichen Ecke von Arizona und ist ein Touristenmagnet, da viele National Parks schnell zu erreichen sind.

Um 5 Uhr morgens ging es bereits los, um das 4,5 h entfernte Page zu erreichen. Bereits auf der Fahrt gab es einiges zu sehen und Arizona offenbarte noch mehr als Wüste. Nebenbei sei zu sagen, dass es sehr interessant ist, auf amerikansichen Straßen zu fahren. Mal überholt man Links, mal Rechts. Es gibt Schilder: Adoptieren sie einen Highway und viele andere lustige Sachen.


Grüne Landschaften und Wälder um Flagstaff

Ausläufer des Grand Canyons

Redrigde Mountains
Es war trotzdem faszinierend, wie leer Arizona doch ist - entlose Weiten wo einfach nichts ist. Nach Flagstaff fuhr man ins Navajo Reservat und entdeckte viele Verkaufsstände von Indianer neben der Straße.

Gegen 10:30 erreichten wir endlich Page. Die Stadt wurde erst im Jahre 1957 gegründet und man befand sich mittlerweile auf 2100 m über den Meeresspiegel. Jedoch waren es trotzdem 32°C begleitet von einem erfrischenden Wind. Unser erstes Ziel im Großraum Page war der Antelope Canyon, genau der untere Teil des Canyons. Dafür mussten wir kurz neben der Straße fahren, um diesen Bereich zu erreichen. Dieser Canyon wurde hauptsächlich von Wind und Wasser geschaffen.

Der Eintritt betrug 20$ exklusive einem kleinen Beitrag für die Indianische Bevölkerung von 6$. Es wurden Touren im 30 min Takt angeboten. Die Führungen wurden von den Einheimischen gestaltet, die viel erzählt haben und offen für jede Frage waren.
Nach kurzem Warten ging es los. Im Wartebereich merkte man schnell, dass unser Trupp sehr deutschlastig war :D Der Eingang des Canyons befand sich hinter einem kleinen Hügel und wirkte relativ unscheinbar. Jedoch erkannte man schnell, dass er nicht für Jedermann ist.

Eingang: Lower Antelope Canyon
Was von außen noch relativ unscheinbar wirkte, zeigt sich von Innen als besonders eindrucksvoll. Ich habe knapp 200 Fotos gemacht, die ich auch in einem Video zusammengefasst habe. Es war einfach atemberaubend. Hier mal ein paar ausgewählte Bilder, die für sich sprechen:





Es war eine schöne Kombination von Lichtspiel und Farbengebung sowie sehr interessanten Formen. Am Ende des Canyons erklang auf einmal Musik: Red Hot Chili Peppers mit Stadium Arcadium - der Klang einfach genial, gesungen von einem Indianer. :) Unser Führer hat 'nur' Gitarre gespielt.


Nach etwas über einer Stunde war der ganze Spass leider auch schon wieder vorbei. Jedoch konnte man nochmal einen guten Blick auf den oberen Teil des Canyons erhaschen :)


Ich in the middle of nowhere :D

Am Ende stand noch ein ca. 15 min Weg zurück zum Auto an und wir sind erstmal nach Page gefahren, um in Ruhe Mittag zu essen. :) Dieser Canyon war ein richtiges Erlebnis und ich kann diesen nur jedem empfehlen, der sich mal in diese Gegend verirrt. Den Oberen Antelope Canyon haben wir uns nicht angesehen, aber ich werde ja nicht das letzte mal hier gewesen sein :)